Montag, Februar 05, 2018

#WMDEDGT 02/18

You know the drill, right? Es ist der 5., d.h. es heisst wieder "WMDEDGT?"
 
Mittlerweile wissen ja alle, wie es läuft, oder? Wir schreiben heute alle auf, was wir den ganzen Tag so machen und abends verlinken wir uns hier und zack: man kann bei den anderen schauen, was da so los war. (Und: WMDEDGT? heisst: "Was machst Du eigentlich den ganzen Tag?" und hat vor über vier Jahren seinen Anfang genommen in einer Tagbuchblog-Woche und seit April 2013 gibt es das jeden Monat am 5.)
 


Allgemeines:
  • Die Linkliste schaltet sich um 18:00h frei.
  • Und, finden Sie es kleinlich oder nicht, das Ganze hat seinen Anfang im Tagebuchbloggen gemacht und ich möchte, dass es auch so bleibt. Ich behalte mir deshalb vor, Links auf Posts, die halt heute geschrieben wurden, aber keine Tagebuchblogsposts sind, von der Liste zu löschen.
  • Ich fand ausserdem die gemischte Linkliste letztes Mal sehr nett (es hat sich auch keiner beschwert, auf jeden Fall nicht bei mir oder so, dass ich es mitbekommen hätte), also bleibt das jetzt so, diesmal probiere ich noch eine andere Sortierung, Sie dürfen gespannt sein, wie ich die Links diesmal sortieren lasse :-)

Heute kommt ja unser neuer Boiler, und weil der Hübsche lauter Arbeitstermine unterwegs hat und ich nur zwei, bei denen ich mich aber via Webex einwählen kann, mache ich heute Homeoffice. Das heisst als allererstes, weil ja die Pendelzeit wegfällt, dass ich mit dem Rest der Familie bis sieben ausschlafen kann. Mein Körper weiss das aber nicht, der weiss nur: „Es ist Montag, das bin ich um 5:45h wach“
Tja nun. Ausnahmsweise frühstücken wir mal alle zusammen, für mich gibt es Mango (die waren beim Coop im Wochenangebot und richtig gut, L. liebt die auch, also hat er eine Box zum Aufgabeln in der Schule dabei, die zweite Hälfte bekomme ich) mit Joghurt und Müsli.
Draussen hat es geschneit (naja, so ca 5mm weisser Hauch), so dass es super ist, dass Q. noch eine Skijacke eins grösser hat und L.s gestern noch wegen Pfadiverschlammung gewaschene über der Heizung getrocknet ist, genau wie die Winterschuhe.
Um acht sind alle aus dem Haus, ich sitze mit einer Kanne „Lady Grey“ am Küchentisch (gemütlich in Jeans, Wollsocken und Hoodie, man muss Homeoffice gnadenlos ausnützen) eingeloggt ins Firmennetzwerk und werkle vor mich hin. Um halb neun tauchen die Handwerker („Wir kommen um acht“ und ja, das ist jetzt korinthenkackerisch, aber tja nun) auf, sind not amused, dass der Boiler IMMER NOCH im zweiten Stock ist und wer baut denn sowas, legen aber vorbildlich parkettschonendes und rutschhemmendes weisses Vlies aus und wurschteln los.
Ich arbeite also unten und ignoriere nach Kräften das Atmen, Geschnaufe und Geseufze (SENDER EMPFÄNGER, das hat nix mit mir zu tun!!!!), wundere mich über nicht kontrollierte Sicherungen, hänge Bilder ab, lausche Plänen, die Lampen im Treppenhaus abzumontieren und denke mir: die werden schon Bescheid sagen, bevor sie was abreissen oder sich verbrutzeln.
Irgendwann kommt erst der kleine Aushilfsboiler, dann der grosse kaputte Boiler die Treppe runter (natürlich grad dann, als ich meine Telefonkonferenz habe, also lege ich das gemutete Headset schnell ab, sause auf Socken nach draussen und bitte, dass ich den Boiler von innen noch mal anschauen kann, bevor sie ihn abtransportieren. „Klar“, meinen die Monteure „Wir holen nur schnell die Flex“ und ich überlege kurz, ob sie mich verarschen und meine „Ja, das wäre sicher eine Möglichkeit, oder Sie ziehen die Steuerungseinheit raus und ich schaue durch das Loch rein?“ „Ja, oder so.“ und ich mache dann schnell meine Aufnahmen für „SOKO Boiler“. Hui, hui, hui, sage ich da.
Der neue Boiler wird angerollt, ein neuer Kollege kommt man ist sich sehr unsicher, ob der überhaupt die Treppe rauftransportiert werden kann, hm, hm, und was wenn nicht? Keller gibts immer noch keinen, und ich überlege innerlich schon, ob der immerhin neutral weisse Boiler im Wohnzimmer wirklich so sehr stören würde, man könnte ihn vielleicht mit Kreidemarkern jahreszeitlich passend dekorieren, aber irgendwie klappt es dann doch.
Meine TC wird überzogen, was ja eigentlich total unmöglich sein sollte, weil Meetingräume bei uns in der Arbeit das Bottleneck überhaupt sind, aber scheints nicht über Mittag. Ich muss auch bis zum Ende dabeibleiben, weil das Thema, das ich aus dringenden Gründen in die Agenda gequetscht habe, erst am Ende dran ist. Wann auch immer das sein mag. Gottseidank habe ich ja so ein schickes Schiebetürchen für die Webcam (und weiss auch, wie ich die abschalte), so dass mich niemand sieht, wie ich mit Headset schon die Schollenfilets fürs Kindermittagessen in Mehl wende.
Das war übrigens ein sehr leckeres und schnelles Mittagessen, Reis, Schollenfilets und Erbsen (ich mag unser grosses Tiefkühlfach ja immer noch sehr), für die Kinder natürlich mit Rohkost, weil Gemüse jeglicher Art wird ja durch Erhitzen toxisch für die U30-Population. True story.
Ich habe eine sehr lustige Mittagessensgesellschaft (ich hatte offensichtlich einige Details von „How I Met Your Mother“ vergessen und so haben sich die beiden Jungs unglaublich über die natürlich in echt total absurde Idee, dass es so was wie einen „Entspannungsp.immel“, ihr Ausdruck, nicht meiner, in echt und nicht nur in einer natürlich in der Hinsicht total abstrusen Fernsehserie geben könnte, weil mal ernsthaft. Ich hatte mich sehr gut unter Kontrolle, bis es hiess: „Komm, wir suchen das jetzt mal bei Google, vielleicht gibts das doch.“), dann machte sich Q. wieder auf den Weg Richtung Nachmittagsunterricht, L. machte Legopause vor den Hausaufgaben, die Boilermänner kamen zurück und ich setzte mich wieder an mein „Risk Assessment DS“-Sheet.
Statt Kollegenhintergrundrauschen heute also Mathe- und Englischlerngeräusche, um kurz nach drei Abmarsch der Boilertruppe (es heizt, nur die Temperaturanzeige geht nicht, aber irgendwas ist ja immer), dafür kam Q. zurück, schnell Äpfel, Kekse, Kaffee und Tee für alle, dann setzte sich Q. an die Französischhausaufgaben, L. und ich wanderten durchs eiskalte Dorf zur Turnhalle Auf dem Weg nach unten trafen wir mein Patenmädchen mit seiner Klasse. Anscheinend ist auch zum Halbjahr Klassenausflugszeit zu den Römerruinen hier im Dorf.
Wieder daheim füllte ich noch eine Runde Risk assessment aus, überprüfte, ob das Wasser wirklich warm wird (kaum ist es draussen kalt genug, fühlt es sich schon ganz warm an ), liess mir Qs Vortrag zum Thema „Glarus“ erzählen („der 23.grösste Kanton der Schweiz“) und dann war es auch schon Zeit, L. wieder abzuholen.
Ab jetzt ist es dann ein Montag wie immer: die Kinder schauen ein bisschen Netflix, ich strample auf dem Crosstrainer, dusche ..... brühheiss, ein Traum, während der Ofen die vorprogrammierte Pizza bäckt. Danach scheuche ich die Kinder durchs Bad, sie packen die Schulsachen für morgen, ich lese ein Kapitel „Greenglass House“ (Affiliatelink) vor, fülle die letzten Spalten Risk Assessment aus, klebe die ersten 500 der frisch entwickelten besten 1400 Bilder aus 2017 in die fünf verschiedenen Alben (Allgemein, Q., L., Katze und Urlaub) bis der Hübsche vom Sport kommt und dann stricke ich bei der aktuellen Folge „Discovery“ ein paar Reihen und um Mitternacht geht es dann ab ins Bett.
Selbstbeweihräucherung: ich habe mir, obwohl mir das Nachbohren unangenehm war, den Boiler v
on innen gesehen und dokumentiert.








Kommentare:

Mama Maus hat gesagt…

Hallo Frau Brüllen,

vielen Dank für das Kopfkino mit dem neutral weißen Boiler im Wohnzimmer mit jahreszeitlicher Kreidestift-Dekoration.

Wieso da eigentlich noch keiner drauf gekommen ist? Eine ganz hervorragende Idee.

Viele Grüße
Mama Maus

Anne Kruggel hat gesagt…

Hallo und Guten Abend!

Ich bin heute das 1. Mal beim Tagebuchbloggen mit dabei. Hier ist mein Link:

https://haseerleben.blogspot.de/2018/02/tagebuchbloggen-wmdedgt-im-februar-1.html

LG Anne